Im Jahr 1965 wurde das von Hambacher Musikern das Musikkorps Hambach 1965 e.V. gegründet. Ziel laut Satzung war die „Pflege des heimatlichen Brauchtums“. Das Orchester war stark mit Hambach und den umliegenden Dörfern verbunden. So nahm es regelmäßig als Kapelle bei Mai- und Schützenfesten teil, spielte aber auch Messen in der Hambacher Pfarrkirche. Einige Auftritte finden nahezu ununterbrochen seit den Anfangstagen statt und sind gewissermaßen Tradition geworden. Dazu zählen der St. Martins Umzug in Spiel, sowie die Adventstour durch Seniorenwohnheime der Region am 4. Advent. Seit den Gründungstagen veranstaltete das Orchester jedes Jahr ein Herbstkonzert. Diese fanden anfangs im Saal „Müller-Maintz“ statt.

Dirigent, Vorsitzender und Kassierer in einer Person war Herbert Kruckenberg, was ihm den Beinamen „Der Boss“ einbrachte.

Im Jahr 1989 wurde dann ein neuer Dirigent gesucht, wobei das damalige und langjährige Orchestermitglied Willi Markewitsch die vakante Position besetzte. 10 Jahre später teilte er sich dann das Amt mit Christoph Schiffers, der ebenfalls seit Jahren Mitglied im Orchester war. So tritt das Musikkorps Hambach seit 1999 mit 2 Dirigenten auf.

Mit Christoph Schiffers kam der Impuls, das Repertoire behutsam zu erweitern und sich dabei zeitgenössischer Bläsermusik zuzuwenden. Verbunden mit dem steigenden individuellen Können der Musiker wurde damit der Schwierigkeitsgrad der Stücke kontinuierlich erhöht. Damit folgte allerdings auch eine immer größere Abkehr von der traditionellen Blasmusik wie Marsch und Polka. Der Stilwechsel des Orchesters wurde damals nicht von allen Musikern und Zuhörern begrüßt.

Neben der Veränderung des Programms, wechselte in diesen Jahren auch mehrmals der Konzertort des Orchesters. Zuerst fanden sie in der Turnhalle der Grundschule statt, später zog man vor allem wegen des besseren Ambientes in den Festsaal der Burg Obbendorf um.

Im Jahr 2005 nahm Martin Schädlich, ebenfalls Mitglied des Orchesters, an einem B-Kurs der Landesmusikakademie teil und dirigierte in diesem Rahmen ebenfalls das Orchester. So kam es bei den Herbstkonzerten 2005 und 2006 zu der seltenen Konstellation, dass das Konzert aus drei Teilen bestand, die von drei Dirigenten gestaltet wurden. Nachdem der Saal der Burg Obbendorf bei den letzten Konzerten an seine Kapazitätsgrenzen stieß, entschloss sich der Vorstand für einen Umzug des Konzertortes nach Jülich. Seitdem finden die Herbstkonzerte in der Aula des Mädchengymnasiums statt. 

Nachdem ab dem Jahr 1999 vereinzelt zeitgenössische Stücke in das Programm der Konzerte genommen wurde, entwickelte sich das Orchester in den weiteren Jahren zum Vorreiter moderner Bläserliteratur in der Umgebung. Damit eingehend kam der Konflikt auf, dass sich das eigentliche Programm des Orchesters immer mehr vom erwarteten Repertoire eines Musikkorps entfernt hatte und damit in einem Widerspruch standen. So machte man sich im Jahr 2006 erstmals Gedanken, über eine formale Neuausrichtung des Orchesters. Seit dem Jahr 2008 tritt das Orchester nun öffentlich bei Konzerten als „bläservielharmonie hambach“ auf. Mit der Neuausrichtung verbunden, was das Inkrafttreten einer neuen Vereinssatzung. Zu den sichtbarsten Ergebnissen zählt das neue Logo, die neugestalteten Konzertplakate, sowie die Vereinshomepage.

Seit Anfang 2009 steht nun ebenfalls im Rahmen eines Lehrganges erstmalig eine Frau am Dirigentenpult. So dirigierte die Saxophonistin Anna Christina Kleinlosen, die wie alle Vorgänger ebenfalls seit vielen Jahren im Orchester spielt, eine Konzerthälfte bei den Kirchenkonzerten im Frühjahr.